Die ARGE stellt sich vor

Okt 8, 2018

ARGE Sitzung am 11.10.2018


Sozialarbeit:

Schule öffnet sich

Die erste Sitzung der ARGE im neuen Schuljahr fand am Donnerstag, 11. Oktober 2018 Rupprecht-Gymnasium statt.

Ministerialrat Dr. Ulrich Seiser, Leiter Referat IV.11 (Integration, Päd. Grundsatzfragen, ISB) im Bayerischen Staatsministeriun für Unterricht und Kultus präsentierte das neue Programm „Schule öffnet sich“. Im Rahmen des neuen Programms werden u.a. auch an Gymnasien Stellen für Schulsozialpädagoginnen/ Schulsozialpädagogen eingerichtet.

Die ARGE begrüßt, dass die Notwendigkeit von Schulsozialarbeit nunmehr auch beim Kultusministerium erkannt wurde, kritisiert aber die dürftige personelle Ausstattung. Die ARGE betrachtet die jetzige Entwicklung als ersten Schritt und freut sich, dass die Bemühungen der ARGE damit zu einem ersten Erfolg geführt haben. Die Aktivitäten der ARGE  - u.a. die Sammlung von Unterschriften - gehen weiter.

Für dieses Schuljahr werden 60 Sozialpädagogen für alle Schularten eingestellt. Davon erhalten die Gymnasien in Bayern ganze acht Stellen. Für München und weitere Umgebung sind das lediglich zwei Stellen, die bei den Dienststellen der Ministerialbeauftragen angesiedelt und für etwa 80 Schulen zuständig sind.

Laut Herrn Seiser sind die Schulsozialarbeiter an Schulen eine „neue Berufsgruppe“.

Stand 2003 war Jugendsozialarbeit an Gymnasien nicht vorgesehen. Aktuell werden multiprofessionelle Teams systematisch auch an Gymnasium aufgebaut und ergänzt.  Schule  wird nicht mehr als reine Bildungsanstalt gesehen, vielmehr gehören nun auch  Sozialarbeiter zum Personal der Schule, die nicht Lehrkräfte sind und die Aufgabe Prävention haben. Im Unterschied zu Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) nicht Einzelfallhilfe sondern Gruppenprävention. Dazu gibt es einen neuen Paragraph im Schulgesetz, Artikel 60 (3) BayEUG: (3) 1Schulsozialpädagoginnen und Schulsozialpädagogen unterstützen die Erziehungsarbeit der Schule durch gruppenbezogene Prävention und wirken in gruppenbezogener Arbeit an der Werteerziehung und der Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler mit. 2 Art. 59 Abs. 2 gilt entsprechend. Hundert neue Planstellen, davon 60 für Schulsozialpädagogen und 40 für Schulpsychologen. Von den 60 Sozialpädagogen sind 20 an den Grundschulen, 7 an den Realschulen, 15 an den Berufsfachschulen, 10 an den Mittelschulen und 8 an den Gymnasien.

D.h. jedes MB Gebiet (Gymnasien) erhält einen Sozialpädagogen. Die zentrale MB Dienstelle ist jeweils für die Zuteilung des Sozialpädagogen an die einzelnen Schulen zuständig. Die Stellen sind jeweils unbefristet.  In den nächsten fünf Jahren soll auf insgesamt 500 Stellen aufgestockt werden. 200 Schulsozialarbeiter und 300 Schulpsychologen, diese aber zu 50% (bislang nur 4 Stunden), die anderen 50% sind sie als Lehrer tätig.