Jun 29, 2021

29.06.2021 - Homeschooling


Digitaler Unterricht  an Münchner Schulen:

Visavid ersetzt MS-Teams

Nun hat sich die Stadt München entschieden: zukünftig soll mit dem Schuljahr 2021/2022 an allen Schulen das Programm Visavid für den digitalen Unterricht genutzt werden. Die Videokonferenzlösung wird vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus seit Ende April 2021 für alle bayerischen Schulen kostenfrei angeboten.  Bei Visavid handelt es sich um eine neue Lösung, die über zahlreiche Funktionen für das digitale Lehren und Lernen in Schulen verfügt. Bisher haben viele Schülerinen und Schüler mit dem Microsoft-Programm Teams gearbeitet, das jedoch vielfach wegen datenschutzrechtlicher Bedenken auf Kritik gestoßen ist. Übergangsweise ist der Einsatz von MS Teams für ein Schuljahr noch möglich, wenn dies von Schulen gewünscht wird. Der Sercice wird vom IT Referat für diesen Zeitraum gewährleistet. 

Visavid wurde von einem Unternehmen aus der Oberpfalz entwickelt und sei an mehreren Münchner Schulen getestet worden. Bei ersten pädagogischen Einsatzszenarien haben Fachexpertinnen aus unterschiedlichen Bereichen die grundsätzliche Praxistauglichkeit bestätigt. Das Angebot des Freistaats ist damit gegenüber anderen Optionen zudem auch die wirtschaftlichere Lösung für die Landeshauptstadt München.
Die Entscheidung für eine neue Lösung wurde aufgrund erheblicher datenschutzrechtlicher Bedenken nötig, die der Bayerische Landesbeauftrage für den Datenschutz an die Software Microsoft Teams hat. Der Einsatz dieses bislang den Münchner Schulen von der LHM Services GmbH zur Verfügung gestellten Tools wurde daher nur vorübergehend geduldet. Die Software Visavid bietet hingegen nach den Aussagen des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus ein hohes Maß an Datensicherheit und gewährleistet eine Datenverarbeitung, die ausschließlich in Rechenzentren innerhalb der Europäischen Union beziehungsweise des Europäischen Wirtschaftsraumes erfolgt.

Ob das neue Programm die Anforderungen der Schulen und der Schülerinnen und Schüler entspricht, wird die Praxis zeigen. Optimal dürfte das Programm noch nicht auf die Bedürfnisse der Großstadt München zugeschnitten sein. IT-Referent Thomas Bönig kündigte deshalb an, dass man "im partnerschaftlichen Austausch mit dem Freistaat zur Weiterentwicklung und Optimierung von Visavid im Sinne der Anforderungen der Nutzer*innen und mit Blick auf die spezifischen Herausforderungen der Großstadt München“ hinwirken will.

Weitere Informationen zu diesem Programm stehen bereit unter:  https://visavid.de/schulen/visavid-an-bayerischen-schulen/